Job Grading, Stellenbewertung von Kienbaum (KRIEM)

Welchen Mehrwert bietet eine Stellenbewertung?

 

Organisationen stehen – abhängig vom Geschäftsmodell und der Strategie – verschiedenen Herausforderungen gegenüber:
sich globaler aufzustellen, interessante Karrieremöglichkeiten zu bieten, qualifizierte Mitarbeiter anzuziehen, zu binden und attraktiv zu vergüten.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist es für Unternehmen entscheidend, sich mit ihren Funktionen und deren Beitrag zum Geschäftserfolg auseinanderzusetzen und diese anhand einer Stellenbewertung (Synonyme: Job Bewertung, Jobgrading, Arbeitsplatzbewertung und Funktionsbewertung) in ein Wertigkeitsgefüge einzuordnen. Im Zuge der Stellenbewertung wird die relative Wertigkeit einzelner Funktionen ermittelt und einem Job Grade zugeordnet.

Insbesondere bei immer komplexer werdenden Organisationsstrukturen schafft ein solches Job Grading System einen strukturellen Ordnungsrahmen und sorgt für die Vergleichbarkeit jeglicher Funktionen innerhalb eines Unternehmens.

Welchen Mehrwert bietet KRIEM?

 

Die Kienbaum Role Impact Methodology ist ein sehr innovativer Ansatz, um das jeweilige Organisationsmodell
und Wertschöpfungsprinzip eines Unternehmens in Funktionswertigkeiten und ein unternehmensspezifisches Grading zu übersetzen.

Die Bewertung herkömmlicher Verfahren beruht oftmals auf Einzelkriterien, die nacheinander und unabhängig voneinander betrachtet werden. Hierbei fehlt in der Regel der Bezug zum Geschäftsmodell und ebenso erfolgt keine Berücksichtigung der Rolle, die eine Funktion innerhalb des Unternehmens einnimmt.

Bei KRIEM hingegen wird eine wertschöpfungs- und rollenbasierte Stellenbewertung vorgenommen, die sich
auf den Output (Wertschöpfung, Steuerung, Leadership) einer Funktion konzentriert. Dieser Ansatz ist sehr business-orientiert und ermöglicht eine leichtere Diskussion zwischen HR und Management zur Klärung der Wertigkeit. Das Verfahren ist in der Anwendung weitaus intuitiver als andere und bietet darüber hinaus mehr Anleitung sowie Möglichkeiten zur Kalibrierung von Bewertungsergebnissen und sorgt durch seine Transparenz
für ein einheitliches Verständnis im Unternehmen.

 

Welche Anknüpfungspunkte bietet KRIEM?

 

Eine professionelle Stellenbewertung ist der Ausgangspunkt für die Optimierung von HR-Strukturen & -Prozessen.

Durch die mit KRIEM erarbeitete Levelstruktur der Funktionen lassen sich Jobtitel überarbeiten, Jobfamilien aufbauen und in Kombination mit Benchmarks kann das Vergütungssystem marktgerecht angepasst werden.

Aufgrund der rollenbasierten Bewertung liefert KRIEM darüber hinaus die Grundlage zur Bildung von Laufbahnmodellen hinsichtlich wachsender Komplexität und zunehmendem Einfluss auf das Geschäftsergebnis. Neben der hierarchiebezogenen Karriereleiter bietet unser Stellenbewertungssystem ebenso die Möglichkeit, auf der gleichen Level-Ebene Potenziale zu entfalten.

Wie funktioniert KRIEM?

 

Im ersten Schritt werden die verschiedenen Funktionen des Unternehmens über zwei Parameter in einer Operating-Role-Matrix in ein bestimmtes Feld eingeordnet:

 

Komplexitätsstufe der Funktion: Sind die Lösungswege durch strukturierte Vorgaben und Handlungsweisen vordefiniert, oder ist die Funktion geprägt durch freies Denken und Handeln und trifft dabei Entscheidungen strategischer Natur mit langfristiger Reichweite?

Charakter der Rolle: Nimmt die Funktion in ihrer Rolle für das Unternehmen einen direkten Einfluss auf die Wertschöpfung, oder leistet sie etwa durch eine beratende Rolle einen indirekten Beitrag zum Geschäftsergebnis?

Durch die Zuordnung in der Operating-Role-Matrix ergibt sich der minimale und maximale Punktwert einer Funktion. Anschließend wird im zweiten Schritt durch den Personen-Einfluss-Faktor und den Organisations-Einfluss-Faktor das exakte Ergebnis bestimmt.

Personen-Einfluss-Faktor:

  • Fachspezifische Kenntnisse & Erfahrung
  • Management, Koordination & Interaktion
  • Kommunikation & Beeinflussung

Organisation-Einfluss-Faktor:

  • Organisatorischer Rahmen
  • Wertschöpfungsgröße
  • Einfluss der Funktion auf Wertschöpfung

 

Außerdem bietet das System eine solide Grundlage zur Anwendung von Vergleichen für das Entgelttransparenzgesetz. Entsprechend können zusätzlich die Faktoren der physischen und psychischen Belastung implementiert werden.

Lässt sich KRIEM auch zur eigenen Durchführung der Stellenbewertung nutzen?

 

Mit der neuen KRIEM-Webanwendung können Sie die Stellenbewertung auch selbst durchführen oder in Kooperation mit unseren Beratern. In jedem Fall wird die intuitive Bedienbarkeit des Tools in Kombination mit der Hilfestellung durch Textbausteine für eine hohe Effizienz und Transparenz in Ihrem Gradingprozess sorgen. Anhand individueller Berechtigungskonzepte lassen sich die Ergebnisse des Gradings innerhalb Ihres Unternehmens nach eigenem Belieben teilen und dezentral an der Bewertung arbeiten. Verschiedene Filter bieten Ihnen in der Auswertung zudem eine bessere Übersicht, beispielsweise indem Sie sich die Ergebnisse einzelner Abteilung anzeigen lassen können.

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